Holz lasieren – Schützen Sie Holz mit der richtigen Holzlasur

Um den Wetterschutz von Zäunen, Carports, Holzterrassen und anderen Bauelementen aus Holz fachgerecht zu gewährleisten, verwenden Lackierer Lasuren und Lacke. Diese können mit einem Flachpinsel auf das Holz aufgetragen werden und schützen die Oberfläche bei richtiger Anwendung vor den schädlichen Einflüssen der Witterung. Doch auch Holzmöbel im Innenbereich profitieren hin und wieder davon, wenn Sie das Holz lasieren und lackieren. In unserem 11880.com-Maler-Ratgeber gehen wir auf die Unterschiede zwischen Holzlasur und Holzlacken ein, nennen die beiden wichtigsten Lasuren und erklären Ihnen, wie Sie Holz richtig lasieren.

Holz lasieren oder lackieren?

Holzlasur
© Mindklongdan - istockphoto.com

Holzlasur hat im Gegensatz zu Farben und Lacken eine nahezu farblose, durchsichtige Struktur. Da sie offenporig ist, verändert sie den natürlichen Charakter des Holzes nicht. Sie wird eingesetzt, um die Oberfläche mit einem Wetterschutz zu versehen und gleichzeitig die charakteristische Maserung des Werkstoffs und die Naturfarben zu erhalten. Diese Vorgehensweise empfiehlt sich vor allem bei hochwertigen Hölzern mit einer ausdrucksstarken Maserung. Man unterscheidet jedoch zwischen Dünnschichtlasuren und Dickschichtlasuren, die verschiedene Eigenschaften aufweisen. So bietet etwa die Dünnschichtlasur keinen Schutz gegen Nässe.

Holzlack dient nicht nur der optischen Verschönerung von Möbeln, Fußböden oder Zäunen aus Holz, sondern schützt den Werkstoff auch vor Witterungseinflüssen. Der Anstrich sorgt zum einen für eine feuchtigkeitsregulierende Wirkung und beugt gleichzeitig auch Pilz- und Schimmelbefall effektiv vor.  Zum anderen schützt Holzlack, wenn sie in ausreichender Menge aufgetragen wird, vor den schädlichen Auswirkungen der Sonneneinstrahlung.

Sowohl das Lasieren als auch Lackieren schützen das Holz demnach vor schädlichen Einflüssen wie Regen, Feuchtigkeit, Schnee und Sonneneinstrahlung. Da Lack jedoch deckend ist und nicht in das Holz einzieht, ist hier vor allem die gewünschte Optik entscheidend. Wenn die Holzmaserung erkennbar bleiben soll, sollten Sie in jedem Fall auf eine Holzlasur setzen. Wie Sie das Holz richtig lasieren, erfahren Sie im nächsten Abschnitt – und auch, welche Lasuren sich am besten für Ihr Projekt eignen.

Holz richtig lasieren – Anleitung

Holz lasieren
© MarcQuebec – istockphoto.com
  • Zunächst werden die Möbel, Fenster etc. gereinigt und der Boden und benachbarte Möbel ggf. mit Schutzfolie und Abdeckplanen abgedeckt.
  • Anschließend werden alte Farbreste mit feinem Schleifpapier entfernt, das eine feine bis mittlere Körnung von 80 bis 180 haben sollte. Vor allem unbehandeltes Holz im Innenbereich benötigt eine feinere Körnung von 180 (bei Altanstrichen 120), um das Holz nicht zu überanspruchen. Im Außenbereich verwendet man häufig eine Körnung von 80 bis 100, aber auch hier sollte unbehandeltes Holz mit feinerem Schleifpapier ( z. B. 120 Körnung) geschliffen werden. Profis arbeiten zuweilen auch gerne mit einer Schleifmaschine, um besonders effizient vorzugehen. Hartnäckige Farb- und Lackreste können Sie außerdem mit einem speziellen chemischen Mittel, das sich Abbeizer nennt, behandeln.
  • Schleifen Sie in Richtung der Maserung, um die empfindlichen Holzfasern beim Streichen nicht zu beschädigen.
  • Im nächsten Schritt entfernen Sie den Schleifstaub von den Holzflächen und kleben die Stellen, die nicht lackiert werden sollen, mit Krepp ab.
  • Danach sollte ein Holzschutz oder ein Isolier-Sperrgrund als Grundierung aufgetragen werden, der das Holz vor Pilzen und Schimmel schützt. Tragen Sie sowohl bei diesem Arbeitsschritt als auch beim späteren Holz lasieren Schutzhandschuhe, um Ihre Hände zu schützen. Lassen Sie den Schutz vollständig trocknen (bei Raumtemperatur etwa 12 Stunden), bevor Sie eine Holzlasur auftragen.
  • Dazu verwenden Sie einen breiten Flachpinsel bzw. Lasurpinsel. Beim Holz lasieren streichen sie möglichst langsam und gleichmäßig mit dem Pinsel über die Holzoberfläche. Tragen Sie die Lasur in jedem Fall nicht zu dick auf.
  • Lassen Sie die erste Schicht ca. 16 bis 24 Stunden trocknen, bevor Sie die genannten Arbeitsschritte wiederholen. Beim erneuten Schleifen sollten Sie jedoch nur noch feines Schleifpapier mit min. 180 Körnung verwenden.

Bei der Anwendung von Holzlasur ist zu beachten, dass es wasserverdünnbare Lasuren und dickschichtige Lasuren gibt. Beide Lasuren eignen sich für verschiedene Holzteile, weshalb Sie vor dem Kauf und dem Holz lasieren einen genauen Blick auf die Eigenschaften werfen sollten.

Dünnschichtlasuren

Wasserverdünnbare Lasuren ziehen in die Holzstruktur ein, weswegen sie auch als Dünnschichtlasuren oder Imprägnierlasuren bezeichnet werden. Achtung: Das Holz nimmt immer noch Nässe und Feuchtigkeit auf! Dünnschichtlasuren sollten daher am besten für nichtmaßhaltige Holzbauteile (z. B. Zäune) verwendet werden, da hier eine Veränderung des Holzvolumens und ein Verziehen der Maße nicht weiter tragisch sind. Holzlasuren lassen sich aufgrund ihres geringen Bindemittelgehalts besonders gut auf Holzflächen auftragen und sind sowohl für den Innenbereich als auch für den Außenbereich geeignet. Draußen sollten Sie jedoch darauf achten, eine pigmentierte Holzlasur zu verwenden. Die lichtechten Pigmente bieten einen UV Schutz und schützen die Holzmöbel, z. B. Gartenmöbel, vor Vergrauung. Je dunkler die Lasur ist, desto höher fällt auch der Lichtschutz aus. Eine erneute Lasur ist nach einiger Zeit problemlos möglich.

Dickschichtlasuren

Dickschichtlasuren verfügen dagegen über höhere Schichtdicken, da ihr Bindemittelgehalt weitaus höher liegt. Die dichtere Konsistenz mit einem Festkörperanteil von über 35 % und die zwangsläufige Sichtbarkeit auf dem Holz führen dazu, dass die Lasur besonders gleichmäßig aufgetragen werden sollte. Dickschichtglasuren ähneln damit Lacken und sind vor allem für Türen und Fenster geeignet, die keine Veränderungen ihrer Maße tolerieren. Im Gegensatz zur wasserverdünnbaren Lasur nimmt das Holz nach einem Anstrich mit einer Dickschichtlasur für längere Zeit keine Feuchtigkeit mehr auf. Leider werden diese Lasuren über die Jahre hinweg spröde und blättern bzw. platzen ab, weshalb nach einiger Zeit ein neuer Anstrich nötig wird.

Es spricht nichts dagegen beim Holz lasieren beide Lasurarten gleichzeitig zu verwenden, wobei die Dünnschichtlasur zuerst aufgetragen wird. Alternativ zur klassischen Holzlasur kann auch Multispray verwendet werden. Multispray eignet sich für vielfältige Einsatzgebiete im Innen- und Außenbereich und zeichnet sich durch einen guten UV- und Wetterschutz aus.

Gerade bei sichtbaren Lasuren und Lacken sollten Sie besonders sorgsam vorgehen, um ein optimales ansehnliches Ergebnis zu erzielen. Wenn Sie gerade auf der Suche nach einem geeigneten Lackierer für Arbeiten rund um Holzlasur und Holzlacke sind, werden Sie über den 11880.com-Maler-Ratgeber fündig. Hier können Sie sich ein umfassendes Bild über Leistungen, Preise und Referenzen machen, unverbindliche Angebote einholen und die passende Malerfirma beauftragen.


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